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Blase & Harn
Die Harnblase gehört zu den ableitenden Harnwegen.
Von den Nieren abwärts verlaufen die beiden Harnleiter, die in die Blase münden. Von der Blase wird der Harn weiter durch die Harnröhre nach außen geleitet. Täglich fließen so zirka 1,5 Liter Harn von den Nieren über die Harnleiter, Blase und die Harnröhre.
Blasenentzündung der Frau
Aufgrund von anatomischen Unterschieden sind besonders Frauen von Blasenentzündungen betroffen. Die Erreger, meist Bakterien der Darmflora, können vom Analbereich leicht zum Harnröhreneingang der Frau gelangen. Zum einen ist die Entfernung vom Anus bis zur Harnröhre bei der Frau kürzer als beim Mann, zum anderen ist die Harnröhre der Frau selbst bedeutend kürzer als die des Mannes. Bakterien, die in die Harnröhre gelangen, erreichen bei einer Frau daher viel schneller die Blase, wo sie zu einer Entzündung führen können.
Wird eine Blasenentzündung nicht ausreichend therapiert, kann sie einen chronischen Verlauf einnehmen. Als Komplikation können außerdem Bakterien die Harnleiter hinaufsteigen und in der Niere zu einer Nierenbeckenentzündung führen.
Formen der Inkontinenz
Inkontinenz ist eine Erkrankung, unter der die Betroffen sowohl körperlich als auch seelisch leiden. Häufige Formen sind die Belastungs- und Überlauf-Inkontinenz.
Bei der Belastungsinkontinenz sind die Muskeln der Blase, die den Harn zurückhalten, zu schwach. Besonders Frauen sind von dieser Form der Inkontinenz betroffen. Eine häufige Ursache ist eine Beckenbodenschwäche, die veranlagt sein kann, aber auch nach Geburten oder Unterleibsoperationen auftritt. Bei Männern tritt eine Belastungsinkontinenz vor allem nach Prostataoperationen auf.
Wird durch Husten, Niesen, Lachen oder Pressen Druck auf die Blase ausgeübt, kommt es zu einem unwillkürlichen Harnabgang.
Bei der Überlauf-Inkontinenz kann sich die Blase nicht richtig entleeren. Dies passiert erst, wenn die Blase vollständig gefüllt ist und quasi überläuft. Ursächlich verantwortlich sind hierfür oft Nervenschädigungen durch Diabetes mellitus, Operationen, Schwangerschaften oder Tumore. Bei Männern wird sie häufig durch eine Vergrößerung der Prostata hervorgerufen.
Eine Reizblase vereint Symptome aus einer Blasenentzündung und Inkontinenz. Die Betroffenen müssen häufig Harn lassen und leiden zudem unter unfreiwilligem Harnabgang. Schmerzen haben sie allerdings nicht. Eine organische Ursache ist bei einer Reizblase nicht zu finden.
Veränderungen des Harns
Im Harn selbst können Veränderungen in der Zusammensetzung entstehen. So können sich hier Blut oder Eiweiße finden, was seinen Ursprung oft in einer Erkrankung der Nieren hat. Möglich ist außerdem, dass Stoffe, wie Harnsäure, Harnstoff sowie Kreatinin vermindert ausgeschieden werden. Dies kommt vor allem bei einem chronischen Nierenversagen vor.






