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Muskeln
Mehr als 650 Muskeln besitzt jeder Mensch. Einige Muskeln, wie der Bizeps oder der Trizeps am Arm, sind den meisten Menschen bekannt. Andere hingegen, zum Beispiel die Muskulatur an Händen oder Füßen, kennen die wenigsten namentlich.
Der Mensch besitzt Muskeln zum einen, um sich zu bewegen und um von einer Stelle zur anderen zu gelangen, zum anderen werden aber auch viele Körperfunktionen durch Muskeln gewährleistet.
Glatte und quergestreifte Muskulatur
Muskeln sind nicht gleich. Man unterscheidet zwischen glatter und quergestreifter Muskulatur. Die Skelettmuskeln gehören zu den quergestreiften Muskeln. Sie sind willkürlich, also mit dem Willen, zu beeinflussen. Im Feinaufbau erkennt man ein kleines regelmäßiges Ringmuster.
Die glatte Muskulatur kann man nicht willentlich bewegen. Sie werden durch die beiden Nervenstränge Sympathikus und Parasympathikus beeinflusst. Die Muskulatur von Organen ist meistens glatt gestreift, wie die Muskulatur des Magen-Darm-Traktes. Der Akt des Kauens ist noch willkürlich, doch bereits das Schlucken und der Transport des Nahrungsbreis durch die Speiseröhre mit Hilfe von deren Muskulatur geschieht unwillkürlich. Im Magen schaffen Muskeln starke Bewegungen, durch die der Nahrungsbrei unter anderem weiter zerkleinert wird. Auch der anschließende Transport durch Dünn- und Dickdarm geschieht mit Hilfe von Muskeln.
Das Herz nimmt eine Sonderstellung ein. Es ist zwar quergestreift wie die Skelettmuskulatur, lässt sich aber nicht durch den Willen in seiner Frequenz und Tätigkeit steuern. Das Herz besitzt zudem ein eigenes Erregungsleitungssystem.
Bewegung von Muskeln
Muskeln sind über Sehnen mit den Knochen am jeweiligen Ende verbunden. Während zum Beispiel der Bizeps am Oberarm bei bestimmten Bewegungen zusammengezogen wird, muss sich der entgegen gelegene Muskel, der Trizeps, entspannen.
Bewegungen von Muskeln können aber nur funktionieren, wenn das Gehirn dazu die Befehle gibt. Über gelernte Bewegungsmuster, Gedanken und Empfindungen sendet das Gehirn über das Nervensystem Befehle an entsprechende Muskeln, die sich daraufhin kontrahieren. Geschehen solche Kontraktionen in einer bestimmten Reihenfolge, bewegt man sich.
Benötigte Mineralien
Bestimmte Mineralstoffe sind notwendig, damit sich Muskeln bewegen können. So spielen Kalzium, Kalium, Natriumchlorid und Magnesium eine wichtige Rolle, wenn es um die Entstehung von Krämpfen geht. Der Muskel ist in diesem Fall in einer ständigen Kontraktion. Die Erregung der Nervenzelle ist zu stark und Reize werden laufend weitergegeben. Magnesium unterbricht diesen Kreislauf, da es die Erregbarkeit der Nervenzelle reduziert.




