Eisenmangelanämie – zu wenig Sauerstoff

verfasst am 25.08.2011 Drucken

Bei einer Eisenmangelanämie ist aufgrund eines Eisenmangels zu wenig roter Blutfarbstoff, das Hämoglobin, in den roten Blutkörperchen enthalten.

Eisen wird benötigt, um Hämoglobin zu bilden. Über das Hämoglobin wird Sauerstoff im Blut transportiert; ist es nicht ausreichend vorhanden, erhalten Organe und Gewebe zu wenig Sauerstoff und sind unterversorgt.

Beschwerden bei Eisenmangelanämie

Eine Eisenmangelanämie macht sich vor allem durch Beschwerden bemerkbar, die aufgrund der mangelnden Sauerstoffversorgung entstehen.

Die Haut ist häufig blass. Bei gebräunten Menschen fällt dies unter Umständen auf den ersten Blick nicht auf; der Arzt wird dann einen Blick auf die Schleimhäute am Auge werfen, da diese ebenfalls weniger stark durchblutet sind.

Da das Herz versucht, den Sauerstoffmangel durch eine gesteigerte Tätigkeit auszugleichen, können beim Abhören Herzgeräusche bemerkbar sein. Auch eine Vergrößerung des Herzmuskels ist möglich. Der Betroffene merkt vor allem eine gesteigerte Pulsfrequenz oder Ohrensausen.

Bei Anstrengungen kommt es relativ schnell zu Atemnot, da nicht ausreichend Sauerstoff geliefert werden kann. Da auch das Gehirn nicht genug Sauerstoff erhält, kommt es zu Schwindel, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen oder „Schwarz werden vor den Augen“.

Bei einer Eisenmangelanämie kommt es aber auch zu Beschwerden, die sich nicht offensichtlich mit einem Sauerstoffdefizit in Verbindung bringen lassen. Brüchige Nägel, trockene und juckende Haut, Brennen der Zunge und eingerissene Mundwinkel können auftreten.

Ursachen für zu wenig Eisen

Die Ursachen einer Eisenmangelanämie sind vielfältig. Gerade bei Säuglingen, Kleinkindern, Vegetariern oder Schwangeren kann es zu einer mangelnden Zufuhr kommen, da der Bedarf erhöht ist. Dies trifft auch auf Frauen zu, die sich in der Stillperiode befinden, oder auf Ausdauersportler.

Möglich ist außerdem, dass zwar genug Eisen von außen zugeführt wird, es aber über den Darm nicht ausreichend aufgenommen werden kann. Dies kann bei einem Säuremangel im Magen oder nach Operationen geschehen. Auch Erkrankungen des Dünndarms führen dazu, dass unter Umständen kein oder nur wenig Eisen verwertet wird.

Ein Eisenmangel muss immer ärztlich abgeklärt werden, da auch chronische Blutungen zu einer solchen Anämie führen können. Diese entstehen zum Beispiel bei Frauen durch eine starke Regelblutung, aber auch Blutung im Magen-Darm-Trakt durch Tumore sind als mögliche Ursache in Betracht zu ziehen.

Um die Eisenverwertung im Darm zu unterstützen, kann Kupfer helfen.

Ähnliche Beiträge