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Blase & Harn

Eine geniale Erfindung der Natur, ohne die uns permanent Urin entweichen würde: Die Harnblase. Sie ist so sehr strapazierfähig, dass sie früher -aus tierischen Organen - als Wasserbehälter, Spielzeug und in Instrumenten eingesetzt wurde. Zum Beispiel wurden Trommeln von den Inuit damit bezogen. Die Inuit in Alaska verehrten die Blase sogar als Sitz der Seele. Heute dient sie lediglich noch zum "Wasser lassen". Aber ihre Funktion ist unverzichtbar.

Gegen Inkontinenz, eine vergrößerte Prostata beim Mann oder eine unregelmäßige bzw. schwache Harnfunktion gibt es verschiedene Wirkstoffe aus der Natur. So lässt sich die Blasenmuskulatur stärken, oder auch eine natürliche und gesunde Harnfunktion wieder herstellen.

Von den Nieren abwärts verlaufen die beiden Harnleiter, die in die Blase münden. Von der Blase wird der Harn weiter durch die Harnröhre nach außen geleitet. Täglich fließen so zirka 1,5 Liter Harn von den Nieren über die Harnleiter, Blase und die Harnröhre.

Aufbau und Funktion der Harnblase

aufbau-der-harnblaseDie Harnblase ist ein dehnbares Hohlorgan, befindet sich im Beckenboden und wird durch zwei Schließmuskeln verschlossen. Einen inneren, der nicht bewusst zu beeinflussen ist, und einen äußeren, mit dem der Mensch den Harndrang im Normalfall kontrollieren kann. Die Nieren leiten den Urin in die Harnblase. Dort wird er gesammelt, bis die Blase entleert werden muss.

Die Menge des Urins, den eine Harnblase aufnehmen kann, ist bei Männern und Frauen unterschiedlich.

Bei Frauen führt zum Beispiel eine Schwangerschaft zu einem erhöhten Harndrang. Ab einer Menge von ca. 300 ml bis 500 ml wird generell ein starker Harndrang verspürt. Ist das Maximum der Harnblase erreicht, fließt der Urin ab. Platzen wird sie nicht. Dies passiert eher bei Auffahrunfällen mit voller Blase, also durch äußere Einwirkung.

Menschen sind ab einem gewissen Alter in der Lage, den Harnfluss kontrollieren zu können. Dies ist ab ca. zwei bis drei Jahren der Fall. Bei Kindern und Erwachsenen kann es zu einer Harninkontinenz kommen. Oft hat dies bei Kindern psychische Ursachen. Bei Erwachsenen sind eher Frauen betroffen. Zurückliegende Schwangerschaften spielen hierbei eine Rolle, weil der Beckenboden dadurch stark beansprucht wird (Beckenbodentraining und Kräuter aus der Apotheke wirken unterstützend).

Bei Frauen ist der Harnleiter, durch den der Urin abgeleitet wird, kürzer, als bei Männern, weshalb sie häufiger von einer Blasenentzündung betroffen sind.

Die Vorsteherdrüse, auch Prostata genannt, sitzt bei Männern zwischen Harnblase und Harnröhre. Sie produziert einen Teil des Spermas und kann durch den After ertastet werden. Frauen haben anstatt der Prostata eine so genannte Paraurethaldrüse.

Mögliche Erkrankungen der Harnblase:

  • Blasenentzündung
  • Blasenkrebs
  • Blasensteine
  • Reizblase
  • Harninkontinenz
  • Blasenruptur 

Die wichtigsten Regeln zur Förderung einer gesunden Harnblase

  • Unterleib immer schön warm halten
  • Mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser, Kräutertees oder Schorlen trinken
  • Die Blase regelmäßig entleeren, nicht nur bei zu hohem Druck. Auch nach dem Geschlechtsverkehr (spült eventuelle Keime fort).
  • Beckenbodentraining (für Frauen)

Achtung bei: sehr häufigem Harndrang, Unterleibsschmerzen, brennendem Schmerz beim Urinieren, Blut im Urin.

Bei solchen Symptomen besser ärztlich abklären lassen, um eine eventuelle Entzündung rechtzeitig mit Antibiotikum zu behandeln, einer drohenden Harninkontinenz entgegenzuwirken oder sogar Blasenkrebs zu diagnostizieren. Der Harnblasenkrebs (Urothelkarzinom) ist die fünfthäufigste Krebsart in Deutschland. Bei frühzeitiger Entdeckung liegt die Heilungsrate bei über 80 %.

Blasenentzündung der Frau

blasenschwaecheAufgrund von anatomischen Unterschieden sind besonders Frauen von Blasenentzündungen betroffen. Die Erreger, meist Bakterien der Darmflora, können vom Analbereich leicht zum Harnröhreneingang der Frau gelangen. Zum einen ist die Entfernung vom Anus bis zur Harnröhre bei der Frau kürzer als beim Mann, zum anderen ist die Harnröhre der Frau selbst bedeutend kürzer als die des Mannes. Bakterien, die in die Harnröhre gelangen, erreichen bei einer Frau daher viel schneller die Blase, wo sie zu einer Entzündung führen können.

Wird eine Blasenentzündung nicht ausreichend therapiert, kann sie einen chronischen Verlauf einnehmen. Als Komplikation können außerdem Bakterien die Harnleiter hinaufsteigen und in der Niere zu einer Nierenbeckenentzündung führen.

Formen der Inkontinenz

Inkontinenz ist eine Erkrankung, unter der die Betroffen sowohl körperlich als auch seelisch leiden. Häufige Formen sind die Belastungs- und Überlauf-Inkontinenz. 

Bei der Belastungsinkontinenz sind die Muskeln der Blase, die den Harn zurückhalten, zu schwach. Besonders Frauen sind von dieser Form der Inkontinenz betroffen. Eine häufige Ursache ist eine Beckenbodenschwäche, die veranlagt sein kann, aber auch nach Geburten oder Unterleibsoperationen auftritt. Bei Männern tritt eine Belastungsinkontinenz vor allem nach Prostataoperationen auf.

Wird durch

  • Husten
  • Niesen
  • Lachen
  • Pressen

Druck auf die Blase ausgeübt, kommt es zu einem unwillkürlichen Harnabgang.

Bei der Überlauf-Inkontinenz kann sich die Blase nicht richtig entleeren. Dies passiert erst, wenn die Blase vollständig gefüllt ist und quasi überläuft. Ursächlich verantwortlich sind hierfür oft Nervenschädigungen durch Diabetes mellitus, Operationen, Schwangerschaften oder Tumore. Bei Männern wird sie häufig durch eine Vergrößerung der Prostata hervorgerufen.

Eine Reizblase vereint Symptome aus einer Blasenentzündung und Inkontinenz. Die Betroffenen müssen häufig Harn lassen und leiden zudem unter unfreiwilligem Harnabgang. Schmerzen haben sie allerdings nicht. Eine organische Ursache ist bei einer Reizblase nicht zu finden.

Veränderungen des Harns

Im Harn selbst können Veränderungen in der Zusammensetzung entstehen. So können sich hier Blut oder Eiweiße finden, was seinen Ursprung oft in einer Erkrankung der Nieren hat. Möglich ist außerdem, dass Stoffe, wie Harnsäure, Harnstoff sowie Kreatinin vermindert ausgeschieden werden. Dies kommt vor allem bei einem chronischen Nierenversagen vor.

Eine geniale Erfindung der Natur, ohne die uns permanent Urin entweichen würde: Die Harnblase. Sie ist so sehr strapazierfähig, dass sie früher -aus tierischen Organen - als... mehr erfahren »
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Blase & Harn

Eine geniale Erfindung der Natur, ohne die uns permanent Urin entweichen würde: Die Harnblase. Sie ist so sehr strapazierfähig, dass sie früher -aus tierischen Organen - als Wasserbehälter, Spielzeug und in Instrumenten eingesetzt wurde. Zum Beispiel wurden Trommeln von den Inuit damit bezogen. Die Inuit in Alaska verehrten die Blase sogar als Sitz der Seele. Heute dient sie lediglich noch zum "Wasser lassen". Aber ihre Funktion ist unverzichtbar.

Gegen Inkontinenz, eine vergrößerte Prostata beim Mann oder eine unregelmäßige bzw. schwache Harnfunktion gibt es verschiedene Wirkstoffe aus der Natur. So lässt sich die Blasenmuskulatur stärken, oder auch eine natürliche und gesunde Harnfunktion wieder herstellen.

Von den Nieren abwärts verlaufen die beiden Harnleiter, die in die Blase münden. Von der Blase wird der Harn weiter durch die Harnröhre nach außen geleitet. Täglich fließen so zirka 1,5 Liter Harn von den Nieren über die Harnleiter, Blase und die Harnröhre.

Aufbau und Funktion der Harnblase

aufbau-der-harnblaseDie Harnblase ist ein dehnbares Hohlorgan, befindet sich im Beckenboden und wird durch zwei Schließmuskeln verschlossen. Einen inneren, der nicht bewusst zu beeinflussen ist, und einen äußeren, mit dem der Mensch den Harndrang im Normalfall kontrollieren kann. Die Nieren leiten den Urin in die Harnblase. Dort wird er gesammelt, bis die Blase entleert werden muss.

Die Menge des Urins, den eine Harnblase aufnehmen kann, ist bei Männern und Frauen unterschiedlich.

Bei Frauen führt zum Beispiel eine Schwangerschaft zu einem erhöhten Harndrang. Ab einer Menge von ca. 300 ml bis 500 ml wird generell ein starker Harndrang verspürt. Ist das Maximum der Harnblase erreicht, fließt der Urin ab. Platzen wird sie nicht. Dies passiert eher bei Auffahrunfällen mit voller Blase, also durch äußere Einwirkung.

Menschen sind ab einem gewissen Alter in der Lage, den Harnfluss kontrollieren zu können. Dies ist ab ca. zwei bis drei Jahren der Fall. Bei Kindern und Erwachsenen kann es zu einer Harninkontinenz kommen. Oft hat dies bei Kindern psychische Ursachen. Bei Erwachsenen sind eher Frauen betroffen. Zurückliegende Schwangerschaften spielen hierbei eine Rolle, weil der Beckenboden dadurch stark beansprucht wird (Beckenbodentraining und Kräuter aus der Apotheke wirken unterstützend).

Bei Frauen ist der Harnleiter, durch den der Urin abgeleitet wird, kürzer, als bei Männern, weshalb sie häufiger von einer Blasenentzündung betroffen sind.

Die Vorsteherdrüse, auch Prostata genannt, sitzt bei Männern zwischen Harnblase und Harnröhre. Sie produziert einen Teil des Spermas und kann durch den After ertastet werden. Frauen haben anstatt der Prostata eine so genannte Paraurethaldrüse.

Mögliche Erkrankungen der Harnblase:

  • Blasenentzündung
  • Blasenkrebs
  • Blasensteine
  • Reizblase
  • Harninkontinenz
  • Blasenruptur 

Die wichtigsten Regeln zur Förderung einer gesunden Harnblase

  • Unterleib immer schön warm halten
  • Mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser, Kräutertees oder Schorlen trinken
  • Die Blase regelmäßig entleeren, nicht nur bei zu hohem Druck. Auch nach dem Geschlechtsverkehr (spült eventuelle Keime fort).
  • Beckenbodentraining (für Frauen)

Achtung bei: sehr häufigem Harndrang, Unterleibsschmerzen, brennendem Schmerz beim Urinieren, Blut im Urin.

Bei solchen Symptomen besser ärztlich abklären lassen, um eine eventuelle Entzündung rechtzeitig mit Antibiotikum zu behandeln, einer drohenden Harninkontinenz entgegenzuwirken oder sogar Blasenkrebs zu diagnostizieren. Der Harnblasenkrebs (Urothelkarzinom) ist die fünfthäufigste Krebsart in Deutschland. Bei frühzeitiger Entdeckung liegt die Heilungsrate bei über 80 %.

Blasenentzündung der Frau

blasenschwaecheAufgrund von anatomischen Unterschieden sind besonders Frauen von Blasenentzündungen betroffen. Die Erreger, meist Bakterien der Darmflora, können vom Analbereich leicht zum Harnröhreneingang der Frau gelangen. Zum einen ist die Entfernung vom Anus bis zur Harnröhre bei der Frau kürzer als beim Mann, zum anderen ist die Harnröhre der Frau selbst bedeutend kürzer als die des Mannes. Bakterien, die in die Harnröhre gelangen, erreichen bei einer Frau daher viel schneller die Blase, wo sie zu einer Entzündung führen können.

Wird eine Blasenentzündung nicht ausreichend therapiert, kann sie einen chronischen Verlauf einnehmen. Als Komplikation können außerdem Bakterien die Harnleiter hinaufsteigen und in der Niere zu einer Nierenbeckenentzündung führen.

Formen der Inkontinenz

Inkontinenz ist eine Erkrankung, unter der die Betroffen sowohl körperlich als auch seelisch leiden. Häufige Formen sind die Belastungs- und Überlauf-Inkontinenz. 

Bei der Belastungsinkontinenz sind die Muskeln der Blase, die den Harn zurückhalten, zu schwach. Besonders Frauen sind von dieser Form der Inkontinenz betroffen. Eine häufige Ursache ist eine Beckenbodenschwäche, die veranlagt sein kann, aber auch nach Geburten oder Unterleibsoperationen auftritt. Bei Männern tritt eine Belastungsinkontinenz vor allem nach Prostataoperationen auf.

Wird durch

  • Husten
  • Niesen
  • Lachen
  • Pressen

Druck auf die Blase ausgeübt, kommt es zu einem unwillkürlichen Harnabgang.

Bei der Überlauf-Inkontinenz kann sich die Blase nicht richtig entleeren. Dies passiert erst, wenn die Blase vollständig gefüllt ist und quasi überläuft. Ursächlich verantwortlich sind hierfür oft Nervenschädigungen durch Diabetes mellitus, Operationen, Schwangerschaften oder Tumore. Bei Männern wird sie häufig durch eine Vergrößerung der Prostata hervorgerufen.

Eine Reizblase vereint Symptome aus einer Blasenentzündung und Inkontinenz. Die Betroffenen müssen häufig Harn lassen und leiden zudem unter unfreiwilligem Harnabgang. Schmerzen haben sie allerdings nicht. Eine organische Ursache ist bei einer Reizblase nicht zu finden.

Veränderungen des Harns

Im Harn selbst können Veränderungen in der Zusammensetzung entstehen. So können sich hier Blut oder Eiweiße finden, was seinen Ursprung oft in einer Erkrankung der Nieren hat. Möglich ist außerdem, dass Stoffe, wie Harnsäure, Harnstoff sowie Kreatinin vermindert ausgeschieden werden. Dies kommt vor allem bei einem chronischen Nierenversagen vor.

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