Chiropraktik

was-ist-chiropraktikDer Begriff Chiropraktik ist jedem sicherlich schon einmal über den Weg gelaufen. Doch wirklich etwas damit anfangen können nur die wenigsten Menschen. Denn hierzulande ist die Chiropraktik noch nicht so verbreitet. Was ist Chiropraktik also genau?

Behandlung einmal anders

Unter der Chiropraktik versteht man eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, mit der man unbewegliche Gelenke wieder zu einer guten Beweglichkeit bringen kann. Die Chiropraktik ist also eine Art von „Wiederherstellung“ eines in der Vergangenheit vorhanden gewesenen Zustandes der Beweglichkeit der Gelenke. Natürlich werden bei der Chiropraktik auch nicht nur die Gelenke allein berücksichtigt, sondern auch die zu den Gelenken gehörenden Bestandteile wie die Sehnen, Bänder und Muskeln. Ein besonderes Hauptaugenmerk liegt bei der Chiropraktik dabei auf der Wirbelsäule.

Die Ursprünge der Chiropraktik

Viele glauben, dass die Chiropraktik zu den alternativmedizinischen Behandlungsfeldern der alten traditionellen chinesischen Medizin gehört. Aber das ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Denn die Chiropraktik wurde vom Kanadier David Daniel Palmer begründet, und das schon im 19. Jahrhundert. Denn Palmer ging davon aus, dass auch nicht-orthopädische Krankheiten ihre Ursache in einer Fehlstellung der Wirbelsäule haben können.

Diese Ansicht war zu dieser Zeit sehr gewagt, da es damals jeglicher anatomischen Annahmen widersprach. So nutze er bei seinem Patienten Harvey Lillard das erste Mal die Dorn- und Querfortsätze der Wirbelsäule als Hebel, um einen verschobenen Wirbel wieder in die richtige Lage zu bringen. Prinzipiell war damit die Chiropraktik begründet. Natürlich wurde sie im Laufe der noch weiter ausgebaut, aber das Grundprinzip ist auch heute noch bei jeder chiropraktischen Therapie zu finden.

Welche Ziele verfolgt die Chiropraktik?

Die Chiropraktik dient in erster Linie dazu, eine normale Beweglichkeit in den Gelenken wiederherzustellen, wenn diese verloren gegangen ist. Durch verschiedene Techniken in der Behandlung können so gezielte Impulse gesetzt werden, die dabei helfen können. Dadurch wird jedoch nicht nur die Beweglichkeit an sich wieder verbessert. Auch die natürlichen Selbstheilungskräfte und das umliegende Nervengewebe werden mit der Chiropraktik optimal gefördert. Zudem können durch die Chiropraktik auch Muskelverspannungen gelöst werden, vor allem im Zusammenspiel mit anderen Behandlungsmethoden.

Wann lohnt sich ein Gang zum Chiropraktiker?

Das Aufsuchen eines Chiropraktikers ist besonders dann sinnvoll, wenn man mechanisch bedingte Rückenschmerzen hat. Denn oftmals ist ein Gang zum Arzt dabei unnötig. Schließlich werden diese Rückenbeschwerden zumeist durch eine falsche Körperhaltung ausgelöst.

Aber auch bei Problemen in anderen Gelenken als der Wirbelsäule lassen sich diese oft durch den Besuch bei einem Chiropraktiker lösen. Denn diese können durch die Wirbelsäule ausgelöst worden sein. Zudem kann auch die Impulssetzung an den direkt betroffenen Gelenken eine verbesserte Beweglichkeit erzeugen.