Was ist Akupunktur?

AkupunkturDie Behandlungsmethode der Akupunktur hat sich ursprünglich bereits vor gut 3000 Jahren in China entwickelt, um den Patienten mit gezielten Nadelstichen von Schmerzen zu befreien und sowohl das körperliche als auch das geistige Wohl zu verbessern. Die Akupunktur hat sich während der 70-er Jahre in Europa etabliert. Wurde sie dabei anfangs vor allem in der alternativen und homoöphatischen Medizin akzeptiert und geschätzt, so wird die Akupunktur heute vielfach auch in der Schulmedizin zur Therapiebegleitung und Schmerzlinderung eingesetzt.

Eine klassische Akupunktur-Behandlung nach der traditionellen chinesischen Lehre wird üblicherweise nach dem folgenden Muster durchgeführt:

1.) Die sterilisierten Akupunktur-Nadeln werden mit der Spitze vorsichtig in die etwa 400 Akupunkturpunkte gedrückt.

2.) Anschließend werden diese Punkte „gemoxt“, also jeweils gezielt mit Wärme behandelt.

3.) Zum Schluss kommt es zur Massage der Akupunkturpunkte, wobei verschiedene Techniken der traditionellen chinesischen Medizin Anwendung finden können.

Bei dieser gängigsten Form der Behandlung spielen die so genannten Meridiane eine wichtige Rolle, die man sich vereinfacht als „Energieflüsse“ vorstellen kann. Die Nadeln werden in diese 12 Haupt-Meridiane des Körpers oder in eine der acht Extra-Meridiane oder Extrapunkte eingeführt und sollen den Fluss der Lebensenergie ( Qi ) anregen.

Neben der klassischen Form der Akupunktur existieren außerdem viele weitere moderne und angepasste Behandlungsmethoden, wie zum Beispiel:

  • Die Ohrakupunktur
  • Die Akupressur
  • Die Laserakupunktur
  • Die Schädelakupunktur

Heutzutage werden bei einer normalen Akupunktur-Behandlung deutlich weniger Nadeln verwendet. Das Ziel ist es diese so gezielt wie möglich zu platzieren, wenn das geschieht, reichen in vielen Fällen eine handvoll Nadeln aus.

Bei der Wirksamkeit während der Therapie und Behandlung spezifischer Krankheitsbilder geht die Alternativmedizin von einer breiten Palette an Beschwerden aus, wobei die Schulmedizin in vielen konkreteren Einzelfällen abstreitet, dass Akupunktur bei der Bewältigung bestimmter Krankheit helfe.
Die „klassische Liste“ der mit Hilfe der Akupunktur behandelbaren Krankheiten ist lang und lässt sich allgemein etwa wie folgt eingrenzen:

  • muskulöse Beschwerden und Verspannungen
  • chronische Schmerzen ohne körperliche Anzeichen
  • neurologische Störungen
  • Allergien
  • Suchtausprägungen
  • schwangerschaftliche Probleme
  • diverse spezifische Leiden in und um nahezu alle körperlichen Organe und Funktionen

Um die Heilmethode der Akupunktur zu erlernen gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Die naheliegendste Variante ist es, eine Ausbildung zu beginnen. Diese dauert etwa 1-3 Jahre und kann auch berufsbegleitend stattfinden. Dabei sind 9 Stunden in der Woche in etwa als Richtwert bezüglich des Lernaufwandes zu beachten.

Neben einer umfassenden Berufsausbildung gibt es auch Fortbildungsseminare, die zum Thema Akupunktur angeboten werden. Da die Akupunktur sehr praxisbezogen ist und sich ein Großteil des erforderlichen theoretischen Wissens auch schon vorab persönlich aneignen lässt ( etwa mit Hilfe von Fachliteratur oder des Internets) ist es natürlich auch möglich eine direkt nach einer bezahlten Ausbildung bei einem gelernten Akupunkturarzt zu fragen, insbesondere dann, wenn man sonstige medizinische Abschlüsse und Vorkenntnisse vorzuweisen hat.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass die möglichen Wege zum „ultimativen“ Akupunkturmeister ähnlich vielfältig und unterschiedlich sind, wie die vielen verschiedenen Behandlungsmethoden und Behandlungsziele.