Find the latest bookmaker offers available across all uk gambling sites www.bets.zone Read the reviews and compare sites to quickly discover the perfect account for you.
Home / Experten / Sven David Müller

Sven David Müller

Sven David Müller wurde 1969 in Braunschweig geboren und ist neben seiner Tätigkeit als Diätassisten und Diabetesberater auch noch Buchautor sowie Fernsehmoderator. Sogar das Bundesverdienstkreuz erhielt im Jahr 2005 für seine Leistung der Förderung der Volksgesundheit im Bereich Ernährung und Diabetes mellitus. Wir bedanken uns recht herzlich bei Sven David Müller für seine entgegengebrachte Zeit.

vitalingo: Wie stehen Sie gegenüber Nahrungsergänzungsmitteln?

Sven David Müller: Da Nahrungsergänzungsmittel zur Gruppe der Lebensmittel gehören und ich Lebensmittel als Mittel zum Leben außerordentlich wichtig finde sind Nahrungsergänzungsmittel gleichbedeutend damit auch wichtig. Nahrungsergänzungsmittel können dem Namen entsprechend eine gesunde Ernährungsweise ergänzen, aber nicht ersetzen.

Der Gesetzgeber hat auch seit einiger Zeit entsprechende Hinweise auf den Verpackungen von Nahrungsergänzungsmitteln angebracht. Niemals verwechseln darf man eine pharmakologische Wirkung von Arzneimitteln und die Effekte, die Nahrungsergänzungsmittel haben. Ich bin immer froh, wenn Nahrungsergänzungsmittelhersteller ihren Verbrauchern, ihren Konsumenten nicht zu viel versprechen, sondern viel mehr sinnvolle Dinge auf ihre Verpackungen drauf schreiben, gesetzeskonform und damit dem Verbraucher helfen sich noch besser zu ernähren.

vitalingo: Welche Nahrungsergänzungsmittel betrachten Sie allgemein als sinnvoll, welche als unnötig?

Sven David Müller: Grundsätzlich haben wir in Deutschland natürlich ein Ernährungsproblem. Wir haben einmal das Problem der energiereichen, der zu energiereichen Ernährungsweise und andererseits haben wir diverse Mangelzustände. Wir haben praktisch, ganz sicher alle einen Vitamin D Mangel, wir haben ganz sicher praktisch alle einen Jodmangel, wir haben ganz sicher praktisch alle einen Folsäuremangel, wir haben ganz sicher praktisch alle einen Fluoridmangel. Darüber hinaus gibt es sonst generalisierte Mangelzustände relativ selten.

Natürlich haben menstruierende Frauen, aber auch nur menstruierende Frauen, also Frauen vor den Wechseljahren ein höheres Risiko einen Eisenmangel zu entwickeln. Entweder kann man sich überlegen, die Ernährung umzustellen oder die Ernährung umzustellen und ein Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich zu geben oder direkt medikamentös zu agieren.

Ich wäre für eine Umstellung der Ernährung in Richtung Gesundheit und die zusätzliche Nahrungsergänzung. Warum? Weil die Nahrungsmittel in der Regel nicht die gleichen Konzentrationen enthalten wie Nahrungsergänzungsmittel. Die ja auch vom Gesetzgeber erlaubt, den Tagesbedarf oder sogar eines mehrfachen des Tagesbedarfs einer Tagesration enthalten können. Wenn jemand einen Eisenmangel hat, wünscht er es sich wahrscheinlich nicht jeden Tag ein Stück Rinderleber zu essen.

vitalingo: Wie sieht ihrer Meinung nach die Zukunft von solchen Nahrungsergänzungsmitteln und Homöophatie aus? Werden Sie in Zukunft eine größere Rolle einnehmen?

Sven David Müller: Die Hinwendung der Bevölkerung zur Natur, zu natürlichen Heilmitteln und insbesondere zur Pflanzenheilkunde also zur Phytotherapie wird in jedem Fall mit sich bringen, dass wir mehr grünen Tee trinken, dass wir mehr Arzneitees trinken und das wir sehr viel mehr auf Heilkräuter und auf Heilpflanzen setzen.

Diese Pflanzen haben teilweise eine Jahrtausende oder zumindest eine Jahrhunderte alte Tradition in Naturheilkunde aber auch bis sehr tief hinein in die Schulmedizin. Denkt man da einfach nur mal an Johanniskraut, an Baldrian was völlig normal ist. Oft denken wir, dass findet der Arzt alles Mist, auch bei Nahrungsergänzung. Jeder Arzt wird bei einem Jodmangel Jod empfehlen das heißt der Arzt empfiehlt sehr wohl orthomolekulare oder ernährungsmedizinische Maßnahmen.

Aber er lehnt Blödsinn ab und es gibt sehr viele blödsinnige oder gar gefährliche Präparationen, die bei Nahrungsergänzungsmittel aber nicht zu finden sind.Es ist ein modernes Ernährungsmärchen, dass man Nahrungsergänzungsmittel überdosieren kann oder dass die sogar gefährlich sind. Sie sind grundsätzlich so ungefährlich wie alle Lebensmittel ungefährlich sind

vitalingo: In Bezug auf das Thema abnehmen, denken Sie Nahrungsergänzungsmittel können unterstützend wirken oder ist es einfach nur ein Placeboeffekt?

Sven David Müller: Na grundsätzlich ist es erst einmal so, dass man im Rahmen einer sinnvoll zusammengesetzten Reduktionskost, also umgangssprachlich als Diät bezeichnet nicht alle Mikronährstoffe, also Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und ähnliches ausreichend zuführt und darum macht es durchaus Sinn ein Nahrungsergänzungsmittel zu geben, um den Bedarf einfach zu decken. Man darf auch nicht vergessen, dass im Rahmen einer Reduktionskost der Bedarf sogar erhöht sein kann, weil ich verstärkte Verluste über den Urin z.B. habe, weil die Urinproduktion gesteigert ist.

Das heißt, da macht es Sinn. Sonst können Nahrungsergänzungsmittel schon per Definition nicht helfen, weil es kein Nahrungsergänzungsmittel geben kann, was beim Abnehmen hilft. Es kann höchstens die normale Funktion, zumindest wenn man Health Claims heranzieht, etwas unterstützen. Da stellt sich dann wieder die Frage sind es dann nicht eher ergänzend bilanzierte Diäten, diätetische Lebensmittel oder was auch möglich ist, wenn sie rein physikalisch wirken, Medizinprodukte

vitalingo: Soweit ich weiß, helfen auch bestimmte Stoffe aus der Natur, wie z.B. Chili, beim Abnehmen. Können Sie uns sagen, welche unter anderem dazu gehören und weshalb gerade diese so vorteilhaft für das Abnehmen sind?

Mueller-DiaetSven David Müller: Grundsätzlich gibt es Pflanzeninhaltsstoffe, die Wirkungen haben können, die auch eine Diät durchaus unterstützen können, sie können aber nicht alleine als Maßnahme eingesetzt werden, um abzunehmen. Der Effekt wäre zu gering.Das ist insbesondere auch wieder bei der Pflanze der Fall, das heißt im pflanzlichen Bereich gibt es einige Hilfsmittel.Dazu gehört beispielsweise die Substanz Capsaizin. Capsaizin ist eine genetische Scharfesubstanz. Capsaizin kommt beispielsweise in Chilischoten vor und diese Substanz führt dazu, dass der Körper die Thermogenese steigert. Thermogenese, also die Wärmeerzeugung des menschlichen und jedes anderen Organismus; verbraucht logischerweise Energie, das heißt, wenn es mir heiß wird brauche ich mehr Energie.

Bei Fieberpatienten z.B., die hohe Temperaturen haben, die rasch abkühlen und der Körper muss immer wieder Temperatur „nachlegen“, die haben einen extrem hohen Energiebedarf und deswegen können z.B. Chilischoten, Capsaicin aus natürlichen Quellen, aber auch sozusagen aus der Chemieretorte durchaus eine Gewichtsreduktion sinnvoll unterstützen.

Genauso kann man das sehen im Bereich der Ballaststoffe. Sehr viele Nahrungsfasern, sowohl tierische als auch pflanzliche sind in der Lage eben nicht nur Gallensäuren zu binden, sondern auch im kleinen Umfange aber doch messbaren Umfang auch Triglyceride, also schlicht und ergreifend Fett, was mit der Nahrung ausgeschieden wird mit dem Stuhlbrei sozusagen in der Toilette landet, aber nicht auf den Hüften.

Haben Sie 3-4 Tipps für das Abnehmen, die man ohne weiteres leicht durchführen und befolgen kann?

Sven David Müller: Also das erste und das wichtigste ist, jeder kann abnehmen. Es gibt keinen der es nicht kann. Grundsätzlich ist Abnehmen ein Bilanzproblem. Also, wenn ich mehr verbrauche als ich zuführe, dann nehme ich ab. Jeder garantiert, kein Leser wird nicht abnehmen, wenn er seinen Verbrauch steigert und seine Zufuhr verringert. Keiner.

Es gibt niemanden der durch Hormone zunimmt. Sondern man kann nur durch Nahrungsaufnahme zunehmen. Selbst wenn man eine hormonelle Störung hat, was praktisch keiner hat, dann ist trotzdem notwendig, dass auch zu viel Energie zugeführt wird, weil Köpergewebe kann ich nicht aus Luft und Liebe aufbauen, sondern nur aus den bösen Kalorien, die im Schrank die Kleidung enger nähen. Also das ist der wichtigste Punkt.

Und drei Tipps, die jeder umsetzen kann:

Der erste Tipp ist: Mehr trinken 2 ½ Liter am Tag möglichst Mineralwasser, das sättigt, das gibt dem Körper die Möglichkeit Stoffwechselendprodukte auszuscheiden und fördert einfach das Wohlbefinden.

Als 2. Punkt, jeden Tag ein kg Gemüse, Obst und Kartoffeln essen, damit ich satt werden und

Als dritter Punkt sollte man nicht zu wenig Eiweiß aufnehmen, sondern in Form von mageren Produkten also mageren Fleisch, mageren Milchprodukten, mageren Käse ausreichend Eiweiß aufnehmen, damit der Körper in der Lage ist satt zu werden und gleichzeitig möglichst wenig Körpermuskeln abbaut, damit das Abnehmen auch tatsächlich funktioniert.

vitalingo: Sie haben die Müller Diät entwickelt und ein Buch dazu veröffentlicht? Könnten Sie kurz für unsere Leser beschreiben, was die Kernpunkte dieser Diät sind?

Sven David Müller: Das ist relativ einfach, ich hab meine Erfahrungen aus 25 Jahren Ernährungsberatung in dem Programm zusammengestellt und das wichtigste was ich gemacht habe war, eben nicht zu schreiben, dass Diät alleine hilft, sondern dass es tatsächlich um Ernährungsumstellung geht. Um ein Sportprogramm, um ein Entspannungsprogramm, weil Stress macht dick.

Das ist wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen und ich habe versucht wegzugehen von den Crash und Radikaldiäten und hin zu einer moderaten Diät. Also nicht je schneller man abnimmt, desto besser, sondern je nachhaltiger man abnimmt desto besser. Ich habe das Ziel, dass die Menschen nicht in den Jojo Effekt verfallen, sondern dem Jojo Effekt entkommen und das geht nur durch eine nachhaltige und sinnvolle Zusammenstellung der Ernährung und das war das Ziel dieses Konzepts.

vitalingo: Bald steht Weihnachten an, auf was sollte man verzichten, wenn man über die Weihnachtszeit nicht unbedingt um einige Kilos schwerer werden möchte und was wären sinnvolle Alternativen, um dennoch ein ordentliches Weihnachtsfest genießen zu können?

Sven David Müller: Als erstes, man nimmt nicht zwischen Weihnachten und Neujahr zu, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten. Jeder Mensch der glaubt er habe über Weihnachten deutlich zugenommen irrt sich, belügt sich. Die Kilos hat er in den Monaten davor zugenommen. Studien zeigen, dass es nur wenige 100g sind die man in der Advents- und Weihnachtszeit zunimmt.

Das ist einfach ein Trugschluss, das ganze Jahr habe ich die schicke Hose, den schicken Rock nicht angezogen und kurz nach Weihnachten merke ich, dass wenn ich zum Silversterball oder was auch immer will, im Frühjahr ist ja auch die Ballsaison, mensch das passt nicht mehr und dann gebe ich dem einen Gänsebraten einmal im Jahr dafür die Schuld.

Das einzige an was ich zu Weihnachten und der Adventszeit nicht sparen soll ist Bewegung, nach draußen gehen, rumlaufen, an die frische Luft, mein Sportprogramm nicht abrechen oder auch nicht aufhören, sondern dahingehen ins Fitnesscenter. Niemand zwingt mich nicht ins Fitnesscenter zu gehen in der Weihnachtszeit.

Die Fitnesscenter haben inzwischen 24 Stunden 365 Tage im Jahr offen. Der Wald hat immer offen, der Spazierweg hat immer offen. Das heißt die Bewegung darf nicht wegfallen, das heißt wenn die Bewegung wegfällt, dann darf ich noch weniger essen als ohnehin schon. Die Weihnachtszeit ist oft eine sehr geruhsame Zeit und das ist nicht immer so gut, denn das Couchpotatoedasein, das macht uns dick.

vitalingo: Sie berichten euch immer wieder über Diätlügen.Was sind Ihrer Meinung nach die größten Diätlügen, auf die die meisten Leute heutzutage reinfallen?

Sven David Müller: Also die größte Diätlüge ist tatsächlich, dass einzelne Substanzen aus der Ernährung, einzelne Lebensmittel einen dickmachen. Also Butter macht dick, Margarine macht dick, Zucker macht dick, Süßstoff macht dick, was auch immer. Dickmachen tut mich ein Verhalten und das schließt auch das Essverhalten ein. Jemand der nur ein bisschen mehr isst, wird nicht dick werden, wenn er sich reichlich bewegt.

Das heißt man muss ein gesamtes Verhalten beobachten und nicht nur sagen, Butter macht dick. Das stimmt so nicht. Kein einzelnes Lebensmittel macht dick, sondern ein Gesamtverhalten macht dick. Wenn jemand sagt ich brauche nachmittags 2 Stück Buttercremetorte muss er nicht automatisch dick werden. Wenn er seine restlichen Mahlzeiten nicht anpasst und sich reichlich bewegt kann das ein Mann mit Waschbrettbauch oder eine Frau mit einem eben solchen sein. Also das ist kein Problem.

Zweite, wichtige Diätlüge ist, dass Diäten schlank machen. Es macht eben keine Diät schlank, die kurzfristig mal als Kur angewandt wird, sondern eine Gesamtumstellung der Ernährungsweise in Richtung mehr Gesundheit, mehr Wohlbefinden. Nicht zwei Wochen Diät und dann sind meine, die ich über Jahre und Jahrzehnte aufgestaut habe plötzlich gelöst. Das funktioniert nicht. Das kann keine Diät. Noch schlimmer ist eine Wochenendkur, sozusagen am Wochenende mal, das wird häufig in Zeitungen und Zeitschriften propagiert, am Wochenende 4kg abnehmen. Das geht nicht.

Mehr als rund 1 kg in einer Woche kann man an reinem Fettgewebe nicht loswerden

Weitere Infos über Sven David Müller finden Sie unter: www.svendavidmueller.de

Schaue dir ebenfalls an

ursula-stumpf

Ursula Stumpf

Dr. Ursula Stumpf ist eine Expertin wenn es um Heilkräuter geht. Sie ist nicht nur Apothekerin, ...