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Aprikosenkerne

Aprikosenkerne beinhalten den Samen der Aprikose, sie bilden den Kern der beliebten Steinfrucht. Besonders die bitteren Aprikosenkerne enthalten einen hohen Anteil an Amygdalin, das seit Jahrzehnten in der Krebsforschung untersucht wird und Tumorzellen absterben lassen soll. Wissenschaftlich eindeutige Studien zur Wirkung des Amygdalins gibt es bisher nicht.

Wissenswertes zur Aprikose

Die Aprikose ist ein Strauch oder Baum aus der Familie der Rosengewächse. Sie wird vorwiegend

  • in der Türkei
  • Iran
  • Usbekistan
  • Italien

angebaut. Die Aprikose wird meist um die sechs Meter hoch und blüht von März bis April. Ihre Frucht hat einen Durchmesser von vier bis acht Zentimetern, ist kugelförmig oder leicht länglich und gelb bis orangerot gefärbt. Die Aprikose ist eine Steinfrucht, der Samen ist von einem Kern umschlossen, der sich leicht vom Fruchtfleisch ablösen lässt. Je nach Anbaugebiet können die Früchte schon ab Mitte Mai bis in den September hinein geerntet werden.

Der Geschmack von Aprikosenkernen

Wie bei der Mandel gibt es auch bei Aprikosen zwei verschiedene Kernsorten, die süß oder bitter schmecken. Süße Aprikosen, die auch frisch im Handel verkauft werden, enthalten Aprikosenkerne mit einem süßen Geschmack. Sie sind in ihrer Form eher länglich und werden in der Süßwarenindustrie zur Herstellung des dem Marzipan verwandten Persipans genutzt. Meist schmecken diese Kerne fruchtig süß, sie können aber auch eine leicht säuerliche Note besitzen. Die süßen Aprikosenkerne werden zum Verkauf angeboten, ihr Amygdalingehalt ist gering und unbedenklich für den menschlichen Körper.

Die bitteren Aprikosenkerne stammen aus den säuerlich schmeckenden Wildaprikosen, sie sind kleiner in der Form und schmecken meist sehr bitter. Ihr Amygdalingehalt ist relativ hoch, sie können bis zu einem Milligramm Cyanid pro Kern enthalten. Um Vergiftungen auszuschließen, sollten daher nicht mehr als zwei bittere Aprikosenkerne am Tag gegessen werden.

Der Inhaltsstoff Amygdalin im menschlichen Körper

aprikoseDer Inhaltsstoff Amygdalin ist auch als Laetril oder Vitamin B17 bekannt und findet sich in sehr geringen Mengen in verschiedenen unverarbeiteten Lebensmitteln, vor allem in den Steinfrüchten der Rosengewächse wie Bittermandeln und Aprikosenkernen. Das Amygdalin wurde in den 1920er Jahren von Ernst Krebs entdeckt und gilt als toxischer sekundärer Pflanzeninhaltsstoff. Gelangt Amygdalin in den menschlichen Körper, wird es im Zusammenspiel mit Wasser von dem Enzym Amygdalase in Traubenzucker und Mandelsäurenitrilglukosid gespalten. Das Letztere wird durch die Einwirkung weiterer Enzyme zu Cyanid (Blausäure) umgewandelt, die für den Menschen giftig ist. Die Cyanidionen binden an dreiwertiges Eisen und unterbrechen die Sauerstoffversorgung der Zellen, so dass der Körper von innen heraus erstickt.

Sehr kleine Mengen Cyanid können in der Leber in ungefährliche Stoffe umgewandelt werden, doch schon 50 Milligramm Cyanid gelten als tödlich. Auf eine Blausäurevergiftung reagiert der Körper mit Schwindel, Übelkeit und starken Kopfschmerzen, eine leicht bläuliche Verfärbung der Haut sowie Erstickungsgefühle sind ebenfalls charakteristisch.

Amygdalin in der Krebstherapie

Seit der Entdeckung des Amygdalins wird dem Inhaltsstoff der bitteren Aprikosenkerne eine antitumorale Wirkung nachgesagt, so dass die regelmäßige Einnahme des Amygdalins Tumorzellen sterben lassen und somit Krebs heilen können soll. Gelangt das Amygdalin in den Körper eines Krebskranken, soll es zu den Tumorzellen geleitet werden, die im Gegensatz zu den gesunden Körperzellen das Enzym Beta-Glucosidase enthalten. Dieses spaltet das Amygdalin, um an den Zucker zu gelangen, und soll dabei die Gifte in der Krebszelle freisetzen, die in der Folge abstirbt. Doch auch in den Aprikosenkernen und im Darm jedes Menschen ist das Enzym Beta-Glucosidase zu finden, auch gesunde Körperzellen könnten somit durch die Gifte Schaden nehmen. Amygdalin-Befürworter argumentieren mit dem Enzym Rhodanase, das nur in gesunden Körperzellen vorkommt und die Cyanid-Moleküle an Schwefel-Moleküle bindet. Die ungefährlichen Cyanate sollen mit dem Urin ausgeschieden werden.

Studien zur Krebsbekämpfung mit Amygdalin

Im Jahr 1952 forschten Dr. Ernest Krebb und Dr. John Richardson in der Krebstherapie mit Amygdalin. Mehrere Menschen sollen geheilt worden sein, wissenschaftliche Nachweise gab es jedoch nicht. In den 70er Jahren soll Amygdalin in Tierversuchen die Zerstörung von Metastasen bei Mäusen bewirkt haben, die Auswirkungen auf die Öffentlichkeit waren groß. In einer zeitgleichen Studie an krebskranken Menschen traten Fehler in der Durchführung auf, Amygdalin wurde in den USA verboten. In Europa, unter anderem in Deutschland, werden die Auswirkungen des Amygdalins weiter erforscht. Studien, die die krebsbekämpfende Wirkung eindeutig belegen, gibt es bisher keine, doch der Einsatz des Amygdalins im Zusammenspiel mit anderen Wirkstoffen wird von Fachleuten weiterhin diskutiert und untersucht.
Artikelbild: © M. Schuppich – Fotolia.com

Beschreibungsbild: © Anna Kucherova – Fotolia.com

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