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Ingwer

Ingwer kennen viele Menschen als scharfes, leicht seifiges Gewürz aus der asiatischen Küche. Es ist allerdings nicht nur zum Kochen sehr gut geeignet, sondern hat aufgrund seiner ätherischen Öle zudem bei verschiedenen Beschwerden lindernde Wirkungen:

Geschichte von Ingwer

Der Anbau von Ingwer begann in Südasien, wahrscheinlich in Indonesien und verbreitete sich seitdem schnell über Ost Afrika bis hin zur Karibik.  In zahlreichen Regionen der Welt ist Ingwer seit Jahrhunderten sehr beliebt. Zunächst wurde es nur von den indonesischen und indischen Seefahren verwendet, um vor der Seekrankheit zu schützen, doch dies änderte sich schnell. Nachdem die alten Römer schon vor 2000 Jahren Ingwer importierten, war es bis zum Mittelalter vor allen Dingen in den mediterranen Regionen sehr beliebt, bevor es in die restlichen Länder erreichte.

Gerade bei den Römern war zu sehen, was für einen hohen Stellenwert der Ingwer hatte. Schon die römischen Ärzte hatten Ingwer immer bei sich, wenn sie die Legionen auf ihren Feldzügen begleiteten.

Obwohl es zu jener Zeit ein außergewöhnlich teures Gewürz war, stieg die Nachfrage immer weiter. Nicht nur weil die Lust auf orientalischen Luxus stieg, sondern auch aufgrund der Angst vor Seuchen fing man an, die Gerichte immer stärker zu würzen. Zudem erhoffe man sich durch das Kauen von Ingwer dem schwarzen Tod zu entkommen, doch dagegen half auch Ingwer nichts.

Um die Verfügbarkeit von Ingwer zu erhöhen, brachten spanische Forscher das Gewürz unter anderem nach Mexiko und Südamerika. Ab dem 16. Jahrhundert begannen diese Regionen Ingwer zurück nach Europa zu exportieren. Heutzutage gehören Jamaica, Indien, Fiji, Indonesien und Australien zu den größten Ingwer Produzenten der Welt.In vielen antiken chinesischen und indischen Schriften wurde Ingwer erwähnt und wurde schon damals aufgrund des Aromas und der heilenden Wirkung sehr gelobt.

Ab dem 17. Jahrhundert ebbte die Nachfrage an Ingwer ab und die Zeit des Tees, Kakaos und Kaffees begann. In Europa geriet das Ingwer fast komplett in Vergessenheit, erst ab dem 20. Jahrhunhdert wurde Ingwer wieder populärer.

Beschreibung

Es handelt sich hierbei um ein Gewächs, das Schilf ähnelt und bis zu einem Meter hoch wird. Die Wurzel kriecht auf dem Boden entlang und wird geerntet, um vielfältig zum Einsatz zu kommen.

Die Ingwerwurzel (bot. Name Zingiber officinale), wie sie auch bezeichnet wird, gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Besonders interessant am Ingwer ist, dass es genauer betrachtet gar keine Wurzel ist, sondern ein unterirdischer Stamm, der bei Fachleuten unter dem Namen Rhizom bekannt ist. Der botanische Name stammt wohl von dem alt indischen Wort singabera ab, was so viel wie trichterförmig bedeutet.

Das Fruchtfleisch der Ingwerwurzel kann gelb, weiß oder rot sein, je nachdem, um welche Art es sich handelt und hat einen scharfen Geschmack. Es ist von einer leicht bräunlichen Haut umgeben, welche sowohl dick als auch dünn sein kann. Dabei kommt es darauf an, ob die Pflanze geerntet wurde, als sie noch jung oder schon ausgereift war.

Wichtige Inhaltsstoffe und deren Wirkung

SubstanzWirkung
Asparaginharntreibend
Borneolschmerzlindernd, entzündungshemmend, leberschützend
Chavicolpilztötend
Cineolelokal betäubend, löst Halsschmerzen und Husten, blutdrucksenkend, antiseptisch
Citralantihistaminisch, antibiotisch
Cymengegen Grippe und Viren, tötet Pilze und Insekten
Dehydrogingerdionstärkt die Leber
Gingerolstärkt und beruhigt den Magen, blutdrucksenkend, durchblutungsfördernd,
Hexyhydrocurcuminleberstärkend
Linaloolkrampfvorbeugend
Mycrenmuskelentspannend
Pinienschleimlösend
Shogaolfiebersenkend, blutdrucksteigernd
Zingeronblutdrucksteigernd

Formen von Ingwer

Seit mehreren Jahrtausenden wurde Ingwer als getrocknete, pulverisierte Form transportiert, da dies zur damaligen Zeit am einfachsten war und leicht zu transportieren. Da es dennoch immer wieder zur Verschmutzung gekommen ist, kam es zur Herstellung von Ingwer–Konzentrat, welches auch als Oleoresin bezeichnet wird. Des weiteren gibt es die Ingweröle, welche durch Destillation von Wasserdampf entstehen. Auch der braune Ingwersirup ist eine Variante und wird oft bei Marmeladen und Kuchen eingesetzt.

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Medizinische Wirkung und Studien

Ingwer hat unfassbar viele Vorteile und wirkt sich unglaublich positiv auf den Körper aus. Hier werden Ihnen Beschwerden vorgestellt, bei denen Ingwer helfen kann und in welcher Form Sie es am besten anwenden.

Bei folgenden Beschwerden bzw. Krankheiten kann Ingwer helfen:

  • Abwehrschwäche
  • Antriebsschwäche
  • Appetitlosigkeit
  • Bronchitis
  • Durchblutungsstörungen
  • Erkältung
  • Kopfschmerzen
  • Magen Darm Beschwerden
  • Müdigkeit
  • Reisekrankheit

Ingwer-Gewuerz

Es gibt einige Studien, die behaupten, dass Ingwer bei der Behandlung von Krebs helfen würde, doch gibt es dafür noch unzureichende Belege und es gibt andere Studien, die besagen, Ingwer hätte überhaupt keine positive Auswirkung auf die Krebsbehandlung.

Die Wirkung des Ingwers entsteht hauptsächlich aufgrund der ätherischen Öle, unter anderem dem scharf schmeckenden Gingerol. Es bewirkt, dass vermehrt Speichel und Magensaft gebildet wird, sodass die Verdauung gefördert wird. Auch auf die Bildung von Galle hat es eine positive Wirkung, wodurch Fett leichter verdaut wird. Der Verdauungstrakt zieht jedoch weiteren Nutzen aus dem Verzehr von Ingwer. Die Muskeln, die im Magen-Darm-Trakt bewirken, dass der Nahrungsbrei bewegt und zerkleinert wird, bewegen sich stärker, verkrampfen aber gleichzeitig weniger. Leidet man unter einem Magengeschwür, wird auch hier häufig über einen guten Einfluss von Ingwer berichtet.

1.) Weitere Studien ergaben, dass Ingwer durchaus bei Seekrankheiten oder Schwangerschaftsübelkeit sowie anderen Formen der Übelkeit helfen kann. In einer doppelblinden Studie mit 27 Teilnehmern konnte man bei 19 eindeutig feststellen, dass Ingwer sowohl die Übelkeit lindert, als auch die Anzahl der Brechanfälle verringert. Im Gegensatz zu bestimmten brechreizreduzierenden Tabletten, welche unter anderem zu Geburtsfehlern führen können, ist Ingwer besonders sicher und zudem wird nur eine sehr geringe Dosis benötigt. Eine weitere Studie mit 675 Teilnehmern, welche im April 2005 veröffentlicht wurde, bestätigte, dass Ingwer sich positiv auf die Linderung von Übelkeit und Erbrechen während der Schwangerschaft auswirkt. Außerdem belegte die Untersuchung, dass es keine signifikanten Nebenwirkungen oder negative Effekte auf die Schwangerschaft hat.

2.) Auch bei  Appetitlosigkeit kann Ingwer helfen, solange sie nicht zu extrem ist. Denn es enthält bestimmte Scharfstoffe, die nicht nur die Verdauung, sondern gleichzeitig den Appetit ankurbeln. Helfen würde schon eine Tasse Ingwertee eine halbe Stunde vor dem Essen zu trinken.

3.) Weitere Studien zeigen, dass Ingwer auch eine positive Wirkung auf Arthritis hat, als auch den Cholesterolspiegel senkt, wobei die Untersuchungen hierbei noch am Anfang liegen und es noch keine ausreichenden Belege gibt.

4.) Auch bei Blähungen kann Ingwer Abhilfe Schaffen. Denn es regt nicht nur die Verdauung an, sondern wirkt gleichzeitig auch krampflösend. Am besten für die Behandlung geeignet ist der Ingwertee. Vor allen Dingen sollten Sie darauf achten, dass Sie den Tee schön langsam und nicht überhastet trinken. Auch helfen kann eine im Uhrzeigersinn durchgeführte Massage am Bauch mit Hilfe von Ingweröl.

5.) Bei einer Bronchitis kommt es schnell zu Husten, Brustschmerzen und evtl. sogar Fieber. Da Ingwer den Körper stärkt, hilft es besonders, wenn Sie z.B. Thymian Tee mit Ingwer zu sich nehmen oder sich mit Ingweröl die Brust einreiben. Auch helfen können Hühnerbrühe mit Ingwer.

6.) Sogar bei Kopfschmerzen hilft Ingwer. Es hilft Ihnen dabei Ihren Kopf zu entspannen und der Kopf wird frei. Am besten helfen der Ingwertee und das Massieren der Schläfen mit Ingweröl. Zusätzlich können Sie auch noch Ingwer Kompressen auf Ihre Stirn legen und ein Entspannungsbad nehmen.

7.) Sie fühlen sich müde und schlapp? Ingwer kann bei Müdigkeit und Erschöpfung zwar nicht die Ursachen beseitigen, doch kann es die Körpermitte stärken, was Ihnen wiederum dabei hilft zu sich zurückzufinden. Ingwer wirkt sehr belebend auf den Körper, da es den Kreislauf und den Stoffwechsel fördert. Reiben Sie ihre Schläfen, als auch den Bauch mit Ingweröl ein und falls Sie möchten, können Sie sogar ein Ingwerbad nehmen.

8.) Ein Muskelkater entsteht, wenn man für den Körper ungewohnte Bewegungen ausführt und in stark belastet. Dies kann beim Sport der Fall sein, als auch bei der Arbeit. Ingwer hat eine durchblutungsfördernde Wirkung, regt den Stoffwechsel an und hilft somit den Muskelkater zumindest zu lindern. Am besten fügen Sie Ingweröl auf die betroffenen Stellen, machen sich Ingwerwickel oder trinken einen Ingwertee.

9.) Da Ingwer eine entzündungshemmende Eigenschaft besitzt, kann es sogar bei Rheuma helfen. Es lindert die Schmerzen als auch Fieber und regt den Stoffwechsel an. Zu empfehlen sind 4 mal täglich ein Löffel Ingwertinktur. Zusätzlich sollten Sie die betroffenen Stellen mit Ingweröl einreiben bzw. Ingwerumschläge benutzen.

Als traditionelles Heilmittel wird Ingwer ebenfalls sehr oft verwendet. Als Tee soll es bei Erkältungen helfen. Ginger Ale und Ingwer Bier werden gerne getrunken, um den Magen zu beruhigen. Im Ayuverda ist es die Pflanze, mit der höchsten sattvafördernden Wirkung. Sattva verkörpert die Reinheit und Ausgeglichenheit.

  • In Burma wird Ingwer oft in Kombination mit einem Süßungsmittel eingenommen, um der Grippe vorzubeugen
  • In China wird Ingwer geschnitten und zusammen mit braunem Zucker oder Cola in Wasser eingetaucht. Dies gilt als Volksmedizin gegen die Erkätung.
  • In Indien wird es als Paste verarbeitet und gegen Kopfschmerzen und die Erkältung eingesetzt
  • In Indonesien soll es als Gewürz gegen Müdigkeit helfen und vor Rheuma schützen sowie es heilen.
  • Die Philippinen verwenden es gegen Halsschmerzen, daher wird es dort als eine Art Halstablette verabreicht.

Rezepte mit Ingwer

Ingwertee

IngwerteeIngwertee ist nicht nur sehr beliebt, er schmeckt auch hervorragend. Das tolle an diesem Tee ist, man braucht nicht viel und er ist besonders leicht zuzubereiten. Man benötigt lediglich folgende Sachen:

  • 4-6 dünne Scheiben Ingwer
  • 1 1/2 bis 2 Flaschen Wasser
  • 1-2 Esslöffel Agavensirup oder Honig

Kochen Sie den Ingwer in Wasser für mindestens 10 Minuten. Falls Sie einen stärkeren und würzigeren Tee möchten, kochen Sie es für 20 Minuten oder länger und verwenden Sie mehr Ingwerscheiben. Anschließend fügen Sie Honig oder Agavensirup hinzu.

Das Geheimnis eines sehr geschmacksintensiven Ingwertees ist besonders viel von dem Ingwer zu verwenden, mehr als Sie denken. Und außerdem ist der Honig  besonders wichtig.

Viel Vergnügen mit dem Ingwertee. Er hilft ausgezeichnet bei Magenschmerzen oder Verdauungsproblemen.

Ingwertee mit Zimt

Was sie brauchen:

  • 4 Scheiben Ingwer
  • 2 Zimtstangen
  • 2 Esslöffel Honig

Bringen Sie den Ingwer zusammen mit dem Zimt und 4 Tassen Wasser in einen Topf und erhitzen Sie diesen, bis er kocht. Anschließend können Sie die Wärmestufen reduzieren und lassen das Wasser für 5 Minuten brodeln, damit sich das Aroma ausbreiten kann und schon ist der Ingwertee mit Zimt fertig.

Warmbier mit Ingwer

Dieses Rezept soll besonders gut gegen Erkältungen helfen bzw. vorbeugen. Was Sie benötigen:

  • 1 Flasche Bier
  • 1 Stück Ingwer (ca. 1 cm lang)
  • 3 Nelken
  • 2 cm Zimtstange
  • 2 cm Vanillestange
  • Honig

Bringen Sie alle Zutaten zusammen in einen Topf und erhitzen Sie diese. Anschließend können Sie zum Süßen den Honig verwenden. Am besten trinken Sie das Bier solange es noch heiß ist.

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Ingwerlikör

Was Sie brauchen:

  • 1 Ingwerhand
  • 1 Flasche Cognac
  • 200g brauner Kandiszucker

Zunächst schälen Sie den Ingwer in kleine Stücke. Anschließend bringen Sie die Ingwerstücke zusammen mit dem Kandiszucker in eine Flasche und übergießen sie mit Cognac. Diesen Likör sollten sie für 6 Wochen an einem warmen Ort stehen lassen. Während dieser Zeit sollten Sie die Flasche nur ab und zu leicht schütteln. Danach nur noch abfiltern und in eine Flasche füllen. Fertig ist der Ingwerlikör.

Bildnachweis: Artikelbild © atoss – Fotolia.com
Bildbeschreibung: © andriigorulko,  © Hetizia – Fotolia.com

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