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Was sind Polyphenole?

Polyphenole gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und sind in vielen Pflanzen sowie ihren Früchten zu finden. Dabei handelt es sich um bioaktive Substanzen, denen gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden, weshalb sie eine nähere Betrachtung verdienen. Im Pflanzenreich gibt es mehrere tausend Polyphenole, die alle ihre eigene Wirkung auf den Organismus haben.

Wirkung der Polyphenole

Es ist durch verschiedene Studien belegt, dass Polyphenole sich in vielfältiger Art und Weise positiv auf den menschlichen Organismus auswirken.

  • Hemmung von Entzündungen (antiinflammatorisch)
  • Verhinderung von Zellschäden durch das Abfangen so genannter freier Radikale und Verlangsamung der Zelloxidation
  • Verminderung von Fettablagerungen in Blutgefäßen und somit Vorbeugung von Arteriosklerose/ Arterienverkalkung
  • Hemmung des Wachstums schädlicher Bakterien im Mundraum und damit Vorbeugung gegen die Bildung von Zahnbelag und Karies
  • Verlangsamung und Hemmung des Wachstums bestimmter Krebszellen (tumorpräventiv)

Pro Tag sollte mit der Nahrung durchschnittlich 200-300 mg Phenolsäuren und 50 bis 100 mg Flavonoide aufgenommen werden. Durch eine ausgewogene Ernährung mit buntem Obst und Gemüse ist die Versorgung mit ausreichend Polyphenolen kein Problem.

Wo befinden sich die Polyphenole?

Polyphenole sitzen meistens direkt in den Randschichten von Vollkornprodukten, Obst und Gemüse. Sie sollten daher mit Schale gegessen werden. Reich an Polyphenolen sind die Obstsorten Äpfel, Preiselbeeren, Weintrauben, Orangensaft, Nüsse und Kirschen. Gemüse mit Polyphenolen sind Grünkohl, Olivenblätter, Zwiebeln, Rote-Bete-Saft, Sojabohnen, Brokkoli, Endivie und Tomaten. Durch den Herstellungsprozess findet sich auch in Rotwein eine hohe Menge an Polyphenolen.

Im Gegensatz zu den Vitaminen brauchen Sie beim Kochen übrigens keine Rücksicht auf die Polyphenole zu nehmen. Sie bleiben beim Erhitzen weitgehend stabil. Einige entfalten dadurch sogar erst ihre volle Wirkung, weil sie aus der Zellwand gelöst werden. Das gilt zum Beispiel für Tomaten. Sie sind nach dem Kochen gesünder als vorher. Auch das Einwecken von Obst zu Kompott erhält die bioaktiven Stoffe und ergeben ein gesundes Dessert.

Aufbau der Polyphenole

Bei den Polyphenolen handelt es sich um aromatische Verbindungen mit zwei oder mehr Hydroxygruppen direkt an einen aromatischen Ring. Eine Hydroxygruppe besteht aus Sauerstoff und Wasserstoff. Sie kommen in fast allen Pflanzen als bioaktive Substanzen wie Farbstoffe, Geschmacksstoffe und Tannine vor. Ihre eigentliche Aufgabe ist der Schutz vor Fraßfeinden oder zur Anlockung von Insekten zur Bestäubung. Sie besitzen eine antioxidative Wirkung und können energiereiche UV-B-Strahlung filtern, wodurch der Photosynthese-Apparat in den Pflanzen geschützt wird.

Zudem sind Polyphenole Grundbausteine wichtiger Biopolymere in den Pflanzen. Als Polyphenole werden viele Pflanzenstoffe zusammengefasst wie Flavonoide, Anthocyane oder Benzoederivate, wobei die Flavonoide die größte Gruppe dabei bilden. Phenolsäuren sind auch als Gerbsäuren bekannt, die für einen herben Geschmack sorgen. Zu den 4.000 heute bekannten Flavonoiden gehören insbesondere wasserlösliche Pflanzenpigmente, zum Beispiel Flavone, Anthocyane und Proanthocyanidine. Sie verleihen den Früchten die leuchtenden, kräftigen Farben und sind gesundheitsfördernd für den Organismus.

Die Gruppe der Polyphenole ist sehr komplex und bis heute sind nicht alle Zusammenhänge geklärt. Durch ihre vielfältigen positiven Eigenschaften verdienen sie ein besonderes Augenmerk. Durch eine ausgewogene Ernährung mit Obst und Gemüse können die bioaktiven Substanzen ihre Wirkung im Organismus entfalten.

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