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Unterschiedliche Modelle für die Pflege im Alter

Im Vergleich zu vielen Menschen weltweit, können die Deutschen ein Leben im Wohlstand genießen. Schwere körperliche Arbeit muss seltener geleistet werden, und die medizinische Versorgung wird immer besser. Die Lebenserwartung in Deutschland steigt deshalb ständig weiter an. Ein heute neugeborener Junge wird im Durchschnitt etwa 78 Jahre alt, einem neugeborenen Mädchen wird sogar eine Lebenszeit von fast 83 Jahren vorausgesagt. Parallel dazu nimmt die Zahl der Neugeborenen weiter ab. Laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes werden im Jahr 2060 in Deutschland rund 17 Millionen Menschen weniger leben als heute. Rund ein Drittel der Bevölkerung wird dann voraussichtlich über 65 Jahre alt sein. Circa zehn Millionen Deutsche werden diesen Berechnungen zufolge älter als 80 Jahre sein.

Doch der demografische Wandel hat Nachteile: Viele Menschen sind im hohen Alter auf Betreuung angewiesen. Im Bereich der Altenpflege gibt es verschiedene Möglichkeiten. Je nach Grad der Pflegebedürftigkeit muss individuell entschieden werden, welches Modell am sinnvollsten ist.

Umzug in ein Altenheim

Der klassische Weg, um im Alter gut versorgt zu sein, ist der Umzug in ein Altenheim beziehungsweise Seniorenheim. Allerdings gibt es auch hier Unterschiede, denn das im normalen Sprachgebrauch oft verwendete Wort „Altenheim“ ist eigentlich ein Oberbegriff. Je nach Schweregrad der Hilfebedürftigkeit können sich die Senioren für ein Altenwohnheim, ein Altenheim oder ein Altenpflegeheim entscheiden.  Im Altenwohnheim wird der Schwerpunkt auf das gemeinsame Wohnen gelegt, ohne das die Pflege dabei eine größere Rolle spielt.

Im Altenheim können hingegen Leistungen wie das Säubern der Zimmer oder täglich vorbereitete Mahlzeiten in Anspruch genommen werden. Die Bewohner führen so zwar keinen eigenen Haushalt mehr, bestimmen aber zum überwiegenden Teil selbst, wie sie ihren Alltag verbringen möchten.

In einem Altenpflegeheim steht die Pflege der Senioren im Vordergrund. Sie wohnen ebenfalls in der Einrichtung, werden aber zusätzlich rund um die Uhr von Pflegekräften betreut.

In der Regel entscheiden sich Senioren dann für einen Umzug in ein Altenheim, wenn sich ihre gesundheitliche Situation verschlechtert hat und sie somit auf externe Hilfe angewiesen sind. Fast die Hälfte der Bewohner leben aufgrund einer Demenz-Erkrankung im Altenheim.

Das Leben im Alten HeimDie Entscheidung, ob der Umzug aus dem langjährigen zu Hause in ein Heim notwendig ist, fällt meistens nicht leicht. Die Senioren haben oft Angst, ihre Selbstständigkeit und somit ihr bisher gewohntes Leben aufgeben zu müssen. Manche fühlen sich in Extremfällen von ihren Angehörigen regelrecht „abgeschoben“. Doch auch die Verwandten müssen sorgfältig abwägen, ob sie die Betroffenen zum Beispiel bei sich selbst zu Hause aufnehmen möchten, oder ob doch ein Altenheim die besser Alternative ist.

Auch die Kosten für einen Platz im Seniorenheim sollten bei der Entscheidung bedacht werden. Wie viel die Betroffenen, beziehungsweise die Angehörigen, monatlich selbst zahlen müssen, ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Ein Preis von weit über 1000 Euro im Monat ist dabei aber keine Seltenheit.

Mit einem Pflegedienst in der gewohnten Umgebung verweilen

Eine weitere Möglichkeit, um auch im hohen Alter gut versorgt zu sein, ist die Inanspruchnahme eines Pflegedienstes. Für viele Senioren besteht der Vorteil hierbei darin, dass sie weiterhin zu Hause wohnen können, ein unerwünschter Umzug also nicht notwendig ist. Die meisten Menschen fühlen sich in ihrer gewohnten Umgebung am wohlsten. Die Pflegebedürftigen sind so nicht dem Stress ausgesetzt, sich erst in einer neuen Unterkunft eingewöhnen zu müssen.

Welche Aufgaben der Pflegedienst für die Senioren übernimmt, kann individuell abgesprochen werden. Zum Beispiel kümmern sich die zum Großteil weiblichen Pflegekräfte um die Grundpflege der erkrankten Personen. Dieses Angebot kann übrigens nicht nur für Senioren genutzt werden, auch Menschen mit Behinderungen können sich so unterstützen lassen. Diese Grundpflege umfasst, je nach Wunsch, von der Zubereitung der Mahlzeiten, über die Verabreichung von Medikamenten, bis hin zur Hygiene, alles was die Betroffenen selbstständig nicht mehr bewältigen können.

Auch verschiedene Aufgaben im Haushalt und Einkäufe übernehmen die Pfleger, wenn es gewünscht ist. Wer möchte, kann sich zudem bei Fragen zur Pflegeversicherung oder bei Anträgen beraten lassen. Sogar eine seelsorgerische Begleitung wird meist angeboten.

Bei ambulanten Pflegediensten lassen sich die monatlichen Kosten ebenso wenig pauschal benennen, wie bei einem Heim-Aufenthalt. Sie sind unter anderem abhängig von der Pflegestufe des Betroffenen und von den Leistungen, die in Anspruch genommen werden sollen.

Sehr grob überschlagen kann man davon ausgehen, dass die Kosten für einen ambulanten Pflegedienst sich ungefähr im gleichen Rahmen befinden, wie die für einen Platz im Altenheim.

Rund um die Uhr für die Patienten da

In manchen Fällen sind die Senioren ständig auf Hilfe angewiesen, möchten aber trotzdem in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und nicht in ein Heim umziehen. Oft sind die Angehörigen mit der Rundumbetreuung überfordert. Sie müssen zum Beispiel selbst weiter ihrer Arbeit nachgehen und haben schlicht nicht genug Zeit, um sich den ganzen Tag um ihre Verwandten zu kümmern.

Liebevolle Betreuung im AltenheimDa kann eine 24-Stunden-Betreuung weiterhelfen. Sehr häufig sind es osteuropäische Frauen, die sich dann rund um die Uhr um die Pflegebedürftigen kümmern. Damit gewährleistet ist, dass sie Tag und Nacht für die Patienten da sein können, wohnen sie in der Regel mit den Senioren zusammen, ziehen also in dieser Zeit bei ihren Kunden ein.

Diese Pflegekräfte erledigen dann alle anfallenden Aufgaben. Neben der täglichen körperlichen Pflege übernehmen sie auch die hauswirtschaftliche Versorgung, Einkäufe, begleiten die Senioren bei Arztterminen und sorgen für Unterhaltung, in dem sie vorlesen oder sich einfach mit ihren Patienten unterhalten.

Die Frauen werden normalerweise von Agenturen vermittelt. Einen ersten Eindruck von der 24-Stunden-Betreuung können sich Interessierte zum Beispiel in einem ARD-Beitrag verschaffen, welcher in der Sendung „Gott und die Welt“ gezeigt wurde und im Internet verfügbar ist.

Welche Art der Altenpflege die Betroffenen in Anspruch nehmen möchten, hängt also von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Nicht nur die Kosten sollten bedacht werden, auch muss zum Beispiel mit dem Patienten abgestimmt werden, ob er bereit ist, in ein Heim umzuziehen. Vor allem kommt es aber auf den Schweregrad der Pflegebedürftigkeit an und ob es vielleicht zunächst ausreicht, wenn ein ambulanter Pflegedienst täglich ein paar Stunden aushilft, oder ob die Senioren rund um die Uhr auf Unterstützung angewiesen sind.

Quellensammlung

Bildnachweis: Titelbild© iStockphoto.com/guvendemir
Bildbeschreibungen: © Peter Maszlen und © Robert Kneschke – Fotolia.com

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